Ein schöner Rasen gehört in jeden Garten. Doch leider kann das Anlegen und Pflegen eines Rasens bzw. einer Wiese auch sehr arbeitsintensiv werden, denn die Voraussetzungen für ein gesundes Wachsen der Gräser sind vielfältig. Und auch die Ansprüche der meisten Gartenbesitzer, nämlich einen belastbaren und pflegeleichten Rasen zu besitzen, wollen berücksichtigt werden. Welche Rasensorten dafür in Betracht kommen und worauf Sie bei der Rasenneuanlage achten müssen, lesen Sie auf dieser Seite.
Das Rasensaatgut ist immer eine Mischung aus verschiedenen Gräserarten. Je nach Mischungsverhältnis dieser Gräser, weist der Rasen später unterschiedliche Eigenschaften aus. Grundsätzlich gibt es aber 3 Rasentypen: den Zierrasen, den Gebrauchsrasen und den Strapazierrasen. Die Entscheidung für einen Rasentyp hängt wesentlich von den Nutzungsansprüchen und dem Pflegeaufwand des Besitzers ab.
Der Zierrasen ist eigentlich nur zur Repräsentation gedacht und sollte nicht im heimischen Garten verwendet werden, wenn bei Ihnen Kinder im Garten toben oder Gartenmöbel auf der Wiese stehen sollen. Die Gräser sind sehr feinblättrig und sehr empfindlich. Außerdem bedarf diese Rasenart einen hohen bis sehr hohen Pflegeaufwand (spezielle Dünger usw.).
Der Gebrauchsrasen (Spielrasen) ist wohl der am häufigsten verwendete Gartenrasen. Diese Rasenmischung enthält strapazierfähige Gräser wie Rotschwingel, Weidelgras und Wiesenrispe, die trittfest sind. Der Pflegeaufwand für den Gebrauchsrasen liegt im mittleren Bereich. Regelmäßiges vertikutieren verhindert Unkraut; außerdem ist diese Rasenart widerstandsfähig und relativ wenig anfällig für Rasenkrankheiten.
Der Strapazierrasen, der hauptsächlich auf Sport- und Spielflächen eingesetzt wird, ist sehr robust und strapazierfähig. Diesen Rasen können Sie auch im heimischen Garten verwenden. Vor allem dann, wenn Sie einen eigenen Fußballplatz im Garten anlegen möchten. Beliebt ist diese Rasenform auch als Auffahrtuntergrund.
Rollrasen (Fertigrasen) ist eine Alternative zur Aussaat, weil er etwas geringere Ansprüche an Pflege und Bodenvorbereitung stellt als die Aussaat. Der Rollrasen wird in Rollen geliefert und muss nur noch auf die vorbereitete Fläche ausgerollt und festgedrückt werden. Ihn gibt es auch für alle Standorten im Garten, lohnt sich also besonders, wenn Sie viele schattige Plätze im Garten haben. Außerdem können Sie später defekte Teile ausbessern. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Rollrasen frei von Unkraut und Moos ist.
Für besonders schattige Gärten bietet der Handel auch Schattenrasen-Saatgut an. Dieser eignet sich z.B. für die Aussaat unter Bäumen.
Wie auch immer Sie sich entscheiden, es lohnt sich, beim Kauf des Saatgutes oder des Fertigrasens auf Qualität zu setzen. Die Preise für Rasensamen sind recht verschieden. Ein Vergleich lohnt in der Regel immer. Qualitätsprodukte garantieren auf jeden Fall einen Keimerfolg. Schließlich ist der Rasen das Aushängeschild für Garten.
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Ein neuer Rasen kann zu allen Jahreszeiten ausgesät werden, solange kein Frost herrscht. Üblicherweise fällt bei den meisten die Rasenaussat in den Herbst oder in das Frühjahr. Denken Sie daran, dass vor der Aussaat auf jeden Fall der Boden vorbereitet werden muss. D.h. der Boden muss von allen Wurzeln, Steinen und Erdklumpen befreit werden. Dann folgt das Abtragen von Erhebungen, die anschließend mit Mutterboden wieder aufgefüllt werden müssen. Dieses Saatbeet sollte am Ende noch aus mindestens 15 cm Mutterboden bestehen, damit die Gräser gute Wachstumsbedingungen vorfinden. Das Saatbeet muss aber absolut glatt sein, keine Erdklumpen dürfen stören. Deshalb sollten Sie das Beet vor der Aussaat walzen und immer wieder festtreten.
Vogelschutz
Oft haben Gartenbesitzer das Problem, dass Vögel ihnen die Aussaat ruinieren. Hierfür gibt es einen einfachen Tipp: Verwenden Sie Vogelschutznetze. Diese erhalten Sie nicht nur für das Abdecken von Teiche, sondern auch Ihrer frischen Aussaat. Vogelschutznetze halten mehrere Jahre und sichern Ihnen das frische Saatgut.
Das Walzen ist besonders wichtig, denn es darf sich später keine Staunässe bilden. Staunässe ist einer der häufigsten Gründe, warum ein Rasen von Moos befallen wird. Ist das alles erledigt, können Sie mit der Aussaat beginnen. Hierfür wählen Sie am besten einen trockenen und windstillen Tag. Zum Säen genügt eine kleine handvoll Grassamen pro Quadratmeter. Wenn Sie wollen, können Sie das Saatgut auch mit einem Streuwagen verteilen. Das garantiert eine regelmäßige Verteilung. Der Streuwagen ist aber keine Bedingung.
Es ist wichtig, dass die Saat in den ersten vier Wochen nicht austrocknet. Das Keimen dauert 1 – 3 Wochen, ist jedoch abhängig von der Bodentemperatur.
Rasenkanten/-ränder
Das wohl schwierigste beim Anlegen eines Rasens ist die Gestaltung und vor allem die Pflege der Rasenkanten. Hier ein paar Tipps:
ideal sind feste Rasenkanten wie Palisaden oder Randsteine; das erleichtert nicht nur das Mähen, sonder verhindert auch das Ineinanderwachsen verschiedener Gartenbereiche.
wenn möglich, sollte das angrenzende Beet, Weg ... auf gleicher Höhe sein mit Rasen; das erleichtert vor allem das Mähen, für einen sauberen Abschluss kan schließlich einen Hand-Grasschere benutzt werden.
Blumenwiese
Wer einen Blumenwiese möchte, sollte auf düngen verzichten, das die Wiesenblumen nährstoffarme Böden bevorzugen. Als Wiesenblumen eignen sich: Ackerblumen, Mohn, Kerbel und viele Kräuter. Es gibt auch spezielle Mischungen für Blumenwiesen.
Eine Blumenwiese macht wenig Arbeit, da sie nicht gedüngt und kaum gemäht wird.
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Auch bei noch so sorgfältiger Auswahl des Saatgutes wird der Rasen nicht vor Unkraut und Moosbefall verschont bleiben. Tipps für eine optimale Unkrautbehandlung im Rasen finden Sie in der Kategorie Unkräuter. Moos bekämpfen Sie am besten mit speziellen Produkte aus dem Handel, die das Moos nicht nur oberflächlich verätzen, sondern auch die Sporenkeimung hemmen.
Pflege
Ab einer Grashöhe von 4cm kanndann die Rasenfläche betreten werden. Der erste Schnitt (Schröpfschnitt) erfolgt, wenn das Gras 5 – 8cm hoch ist, der zweite 14 Tage später. Um das Wachstum anzuregen, wird in der Folge wöchentlich gemäht. Das regelmäßige Mähen ist ein Grundstein zur Bildung neuer Seitentriebe und Blätter und kann daher den optischen Eindruck mit der Zeit verbessern. Im Jahr nach der Anlage sollte der Rasen noch etwas geschont wird. Nach dem ersten Schnitt sollte der Rasen auch das erste mal gedüngt werden. Verwenden Sie hierfür Rasendünger mit Langzeitwirkung. Der Vorteil dieser Düngemittel mit Langzeitwirkung liegt in der gezielten, langsamen und kontinuierlichen Freisetzung der enthaltenen Nährstoffe.
Das Einstellen der Schnitthöhe beim Rasenmäher wirkt sich direkt auf die Narbendichte und das Wurzelwerk aus. Ein kurz gemähter Rasen zeigt eine höhere Narbendichte, jedoch eine geringere Wurzelentwicklung. Eine Schnitthöhe zwischen 3,5 und 5 cm ist deshalb optimal, im Schatten sollte die Höhe des Rasens wenigstens 4,5 cm betragen und bei hohen Temperaturen ist eine Schnitthöhe von 5-7 cm empfehlenswert. Als Faustregel gilt: nie mehr als die Hälfte der Wuchshöhe auf einmal mähen. Häufiger Fehler bei der Rasenpflege ist ein zu kurzer Schnitt! Übrigens: Der letzte Rasenschnitt sollte Mitte November bis spätestens Anfang Dezember erfolgen.
Wer keinen Wert auf einen perfekt geschnittenen Rasen legt, kann es auch einmal mit einer Blumenwiese probieren. Die Pflege macht nicht viel Arbeit und die Blumen vermehren sich von allein.