Pflanzen benötigen Nährstoffe zum wachsen. Daher zählt das Düngen zu den wichtigsten Gartenarbeiten überhaupt. Allerdings benötigt nicht jede Pflanze dieselben Nährstoffe und nicht dieselben Dosierung. Damit aus dem Düngen keine Wissenschaft wird, erklären wir Ihnen auf dieser Seiten die wichtigsten Grundlagen zum richtigen Düngen. Wir geben Ihnen Dünge-Tipps und erläutern Ihnen die wichtigsten Düngemethoden.
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Aufgrund bestimmter Mangelerscheinungen können Sie erkennen, welcher der Hauptnährstoffe Ihren Pflanzen fehlt. Das hilft Ihnen, das passende Dünger zu finden.
Stickstoffmangel = Gelbfärbung der Blätter Eisenmangel = Gelbfärbung junger Blätter, Blattadern treten grün hervor Phosphormangel = schwache Blüten- und Fruchtentwicklung Kaliummangel = braune Ränder an älteren Blättern
Hier finden Sie eine kleine Übersicht über die verschiedenen Düngearten. Diese sollen Ihnen helfen, sich für das richtige Düngemittel zu entscheiden.
Der wohl bekannteste Dünger ist zunächst der NPK-Dünger. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Volldünger, d.h. er besitzt die Hauptnährelemente Kalium, Stickstoff und Phosphor in ausgeglichener Zusammensetzung. Volldünger haben den Vorteil, dass sie aufgrund ihres ausgeglichenen Nährstoffverhältnisses, universell einsetzbar sind.
Ebenso bekannt wie bewährt ist der sogenannte Langzeitdünger. Hierbei handelt es sich um ein langsam wirkender organischer Dünger und wird immer dann eingesetzt, wenn Pflanzen über einen längeren Zeitraum mit Nährstoffen versorgt werden müssen. Außerdem hat der Langzeitdünger den Vorteil, dass er eine gleichmäßige Wirkung über mehrere Monate hat und eine schnelle Auswaschung der Nährstoffe bei Niederschlägen verhindert wird. Langzeitdünger werden vor allem zum Düngen des Rasens eingesetzt. Organischer Dünger besteht z.B. aus Kompost, Rhizinusschrot, Blut- und Hornmehl. Organische Düngemittel verbessern die Struktur und den Wassergehalt der Böden, wodurch das Wurzelwachstum gefördert wird.
Anorganische Dünger werden auch Mineraldünger oder Kunstdünger genannt, bestehen also aus chemisch hergestellten Nährstoffe in Form von Mineralien. Mineraldünger sind wasserlöslich und somit können die aufgelösten Nährstoffe Stickstoff, Phosphat und Kalium direkt über die Wurzeln in die Pflanzen gelangen. Anorganische Dünger sind nährstoffreicher und in der Regel billiger als organische Dünger. Sie sind aber nicht für alle Pflanzen geeignet. Eisendünger ist ein so genannter Blattdünger. Eisendünger ist für Rasen ebenso geeignet, wie für Zierpflanzen. Eisendünger fördert das Wachstum des Rasens. Das Konzentrat wirkt gegen Symptome bei Pflanzen, die auf Eisen- und Stickstoffmangel hinweisen, wie zum Beispiel gelbe Blätter oder Nadeln, oder gelbe Halmspitzen.
Daneben gibt es zahlreiche Spezialdünger, die auf die unterschiedlichen Pflanze genau abgestimmt sind, wie z.B.
Buchsbaum-Dünger oder auch Bonsaidünger.
Gründüngung
Eine Gründüngung ist besonders im Nutzgarten sehr wichtig, denn die Grunddünung ernährt den zu bepflanzenden Boden mit wichtigen Grundnährstoffen wie z.B. Magnesium, Kalium und Stickstoff oder Phosphor. Diese Nährstoffe sind entscheidend für die Wurzelentwicklung und die Photosynthese sowie für die Wetterfestigkeit der Pflanzen. Die Düngemittelarten sind verschieden und hängen von der Beschaffenheit des Bodens sowie von den Bedürfnissen der Anpflanzungen ab. Denn die verschiedene Pflanzkulturen erfordern verschiedene Nährstoffe. So haben z.B. Kartoffeln und Rüben einen hohen Bedarf an Phosphor und Kalium. Daher richtet sich die Grunddüngung nach der Folgefrucht.
Die Grunddüngung erfolgt vor der Einsaat/Aussaat im Herbst oder Frühjahr und wird in der Regel mit dem Düngerstreuer ausgebracht. Danach wird das Düngemittel mit Egge oder Grubber gleichmäßig eingearbeitet. Da Stickstoff laufend aus dem Boden gewaschen wird, muss er regelmäßig in Form von organischem Material oder als Mineraldünger gegeben werden. Die Düngermengen sind den Nährstoffansprüchen und der Wachstumsdauer der einzelnen Gemüsearten anzupassen.
Dünger gibt es im Handel sowohl in trockener als auch in konzentrierter flüssiger Form. Er kann nicht nur vor der Aussaat oder Pflanzung als Grunddüngung sondern auch zur Wachstumsförderung als Kopfdüngung gegeben werden.
Wer genug Kompost besitzt, kann als Alternative zu Düngemitteln aus dem handel auch kompostieren. Kompost hat einen hohen Nährstoffgehalt (Phosphat und Kalium, aber auch Stickstoff) und kann im gesamten Nutz- und Ziergarten eingesetzt werden.
Um einen schönen und auch belastbaren Rasen zu zu erhalten, ist das regelmäßige Düngen Voraussetzung. Sie verhindert die blasse und gelbliche Grünfärbung der Gräser, verhindert Lückenbildung im Rasen und dämmt den Wuchs von Unkräutern.
Die Grundnährstoffe für einen gesunden Rasen sind Kalium, Phosphat und Stickstoff. Spezielle Rasendünger weisen alle diese wichtigen Nährstoffe auf und sind abgestimmt auf die
Bedürfnisse ihres Rasen. Daher sind rein organische Dünger für den Rasen ungeeignet. Rasenlangzeitdünger helfen Ihnen dabei, die Nährstoffe im richtigen Verhältnis und in der richtigen Menge der Rasenfläche zuzuführen. Außerdem stärken diese Düngermittel das Dichtewachstum und verhindern die Nitratauswaschung.
Gedüngt wird schließlich je nach Anspruch auf Belastbarkeit oder Optik. Die erste Düngung des Jahres erfolgt bereits im Frühjahr, d.h. in März/April. Ein weiteres Mal düngen Sie dann wieder im Sommer (Juni, August) und noch einmal im Herbst (September, Oktober). Praxis-Tipp: Das Dünger tragen Sie am besten auf einen geschnittenen Rasen auf, da es dann schneller wirkt.
Bäume & Sträucher düngen
Die eigentliche Düngung von neu gepflanzten Obstbäumen und -sträuchern erfolgt bereits beim Einsetzten der Pflanzen. Später wird nur noch nachgedüngt, wenn deren Ertrag gesteigert werden soll. Speziell für Beerensträucher bietet der Handel z.B. Beerendünger an. Das garantiert die richtig Zusammenstellung der Nährstoffe für die Pflanzengattung. Beerendünger, die den Bodenpilz Mykorrhiza enthalten sorgen dafür, dass sich die Wurzel der Pflanze vergrößert und dadurch mehr Nährstoffe aufnehmen kann. Auch Beerendünger mit Guano ist gut geeignet, weil er besonders viele Nährstoffe enthält.
Gängigere Methoden des Berrendüngens sind dagegen die Verwendung von Blaukorn und eines NPK-Dünger von gleichbleibend guter Qualität. Beerendünger können Sie auch für Obst und Feingemüse verwenden.
Ansonsten hat sich das Mulchen der Pflanzen mit organischem Material bewährt. Damit wird die Bildung von Unkräutern unterdrückt. Das beste Ergebnis erhalten Sie allerdings, wenn Sie eine Mischung aus organischem und anorganischem Dünger verwenden.
Rosen düngen
Neupflanzungen sollten nur mit organischem Dünger gedüngt werden. Hier bieten sich Hornspäne, reichlich gut abgelagerte Kompost oder getrockneter bzw. gut abgelagerter Rinderdung an. Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollte auch nur mäßig gedüngt werden.
Ansonsten brauchen Rosen jährlich Nährstoffe. Damit sollten Sie jährlich jedes im Frühjahr noch vor dem ersten Austrieb beginnen. Die Düngung im Frühjahr sorgt für den richtigen Start des Wachstums und kräftigt die Pflanze im Sommer nach der Hauptblüte.
Ende Juni bis Mitte Juli wird dann mit Blaukorn, oder einem anderen schnell wirkenden Dünger auf mineralischer Basis die zweite Düngung vorgenommen. Blüht die Pflanze ein drittes oder gar viertes Mal wird sollte nach jeder Blütephase etwas gedüngt werden.
Bei hohem Kalkbedarf ist eine Kalkung im Herbst sinnvoll, ansonsten ist der März für die Kalkung ideal.